SONNENALLEE
1998



Die Boje Buck Produktion gab Leander Haußmann für seinen Kino-Erstling grünes Licht und am 8. September 1998 fiel die erste Klappe für den 39-Tage-Dreh. Für die Dreharbeiten wurde auf dem Gelände von Studio Babelsberg nach Entwürfen von Lothar Holler die Mauer wieder aufgebaut, Detlev Buck trat in die Reihen der Deutschen Volkspolizei ein und Bert Neumann, Chefbühnenbildner der Volksbühne, ließ die DDR in Kostüm und Konsumgut auferstehen. Leander Haußmann und Thomas Brussig wurden im Februar 1999 für das Drehbuch zu SONNENALLEE mit dem höchstdotierten deutschen Preis für ein Film-Script - den Drehbuchpreis des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und Medien - ausgezeichnet.

SONNENALLEE spielt in den 70er Jahren, in einer Zeit, in der es noch Abschnittsbevollmächtigte gibt. Die Sowjetunion ist der große Bruder, der Klassenfeind der Rest der Welt, der Antifaschistische Schutzwall die Mauer, und die DDR das Land, in dem Micha Ehrenreich lebt. Er wohnt in einer Strasse, deren längeres Ende im Westen und deren k?rzeres Ende im Osten liegt - die Sonnenallee. Die Wohnung ist eng, der Nachbar bei der Stasi, der West-Onkel schmuggelt Nylons und ein grüner Pass lässt Michas Mutter um Jahre altern. Osten hin, Westen her: Das Wichtigste für Micha ist Miriam, die unbeschreibliche, sagenhafte, unerreichbare Miriam. Micha legt ihr sein Leben zu Füßen und lernt dabei, es in die eigenen Hand zu nehmen.