KABALE UND LIEBE
2006



Das Drama über die Liebe der Bürgerstochter Luise Miller und des jungen Grafen Ferdinand von Walter als filmisch inszenierte Love-Story, die unglücklich endet, weil Liebe und Freiheitswillen in einer engstirnigen Standeswelt erst im Tod ihre leidenschaftliche Erfüllung finden.

Der Präsident will seinen Sohn Ferdinand mit seiner Mätresse Lady Milford verheiraten, doch Ferdinand weigert sich. Lady Milford versucht durch ihre Liaison mit dem Fürsten, ihn in seiner tyrannischen Regierung zu Mäßigung zu bewegen – echte Liebe allerdings empfindet sie nur für Ferdinand. Doch Ferdinand gesteht ihr seine Liebe zu einem bürgerlichen Mädchen. Er ist fest entschlossen, sich gegen den Standesunterschied und sein Schicksal aufzulehnen und eine Verbindung mit Luise einzugehen. Durch hinterhältige Intrigen, Gerüchte und Verrat nimmt die Kabale ihren Lauf und reißt alle in den Untergang.

Leander Haußmann verfilmte den Stoff in historischem Ambiente. Das tragische Liebespaar Luise und Ferdinand besetzte er mit der 18-jährigen Nachwuchsschauspielerin Paula Kalenberg und dem erfolgreichen Jungmimen August Diehl. Götz George spielt den dominanten Vater Ferdinands, den Präsidenten von Walter. Detlev Buck ist sein Oberintrigant Wurm und Katja Flint brilliert als Lady Milford, deren Standesdünkel der wahren Liebe nichts entgegenzusetzen hat. Katharina Thalbach und Ignaz Kirchner schließlich sind als Luises kleinbürgerliche Eltern zu sehen. Mit anderen Worten: Leander Haußmanns Star-Ensemble bringt Schillers klassisches Theaterdrama mit ungeheurer Intensität auf die Leinwand.